Kreisputzete
Zahlreiche Teilnehmer des Ukrainecafès, Personen aus Afghanistan, aus Togo und aus der Türkei säuberten im Rahmen der Putzaktion des Kreises am vergangenen Samstag, 14. März 2026, mit großem Elan Straßen und Plätze rund die Borromäuskirche.
 
Die verschiedenen Sprachen waren kein Problem, auch das Regenwetter bildete kein Hindernis. Alle waren entsprechend ausgerüstet. Die Straßen waren rasch gereinigt, aber viele fleißige Hände waren nötig, um hunderte von Zigarettenkippen aus den Ritzen zwischen den Bodenplatten unterhalb vom Schwaikheimer Torturm herauszuklauben. Auch unter den Bäumen in der Fußgängerzone fanden sich haufenweise giftige Zigarettenkippen. Einige Abfallsäcke konnten gefüllt werden – der große Wunsch kam bei allen Beteiligten immer wieder zur Sprache: Leute, entsorgt doch Euer Müll in den bereit gestellten Behältern.  
 
Krönender Abschluss war das gemeinsame Mittagessen. Alle hatten landesspezifische Köstlichkeiten mitgebracht. 
16.3.2026 - Rupert Kern
Installation Leerwerden
Foto: Frederick Bunsen

Nun ist sie Vergangenheit: Die Installation von Frederick Bunsen zum Thema "Leerwerden". Ein schweres (an ein Segeltau oder an eine Nabelschnur erinnerndes) Seil war am Anfang des Altarraumes quer durch den Kirchenraum gespannt, in der Mitte war der Holm einer alten Leiter festgebunden. Darunter befand sich ein zum Altar aufsteigendes Feld aus Asche, startend bei der Aschesäule zu Beginn der Stufen. Die Installation oszillierte zwischen den Polen Grenze und Entgrenzung, Spannung und Entspannung, Vergänglichkeit und Neuwerdung, Loslassen und Beschenkt werden. Die Betrachtenden waren – ganz im Sinne des christlichen Konzeptes der kenosis( griechisch: Leerwerden, Entäußern) – eingeladen, sich beim kontemplativen Schauen selbst leer zu machen und so Raum für neue Gedanken, Inspirationen, Hoffnungen und für Gottes Gnade zu schaffen.

Die Installation wurde am 20. März um 19.00 Uhr in der Kirche St. Karl Borromäus eröffnet. Impulse, Gedanken und entsprechende musikalische Resonanzen (Esther Esch, Blockflöte; Peter Kranefoed, Orgel) der verschiedenen Veranstaltungen luden uns ein, zur Ruhe zu kommen, von der Hektik des Tages abzuschalten und sich den eigenen Gedanken hinzugeben. LEERWERDEN öffnete einen Raum, um loszulassen, Verlust und Vergänglichkeit zu betrachten, der Leere nachzuspüren – und sich für Neues zu öffnen. Die Installation ermutigte, weiterzugehen, auch in Zeiten der Krise.

Die Installation in der Kirche war bis zum Morgen des Ostersonntags (5. April) frei zugänglich. Den Abschluss dieser Installation feierten wir am Ostersonntag mit dem festlichen Hochamt. Bis dahin fanden weitere Veranstaltungen statt.

Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, in einen persönlichen Dialog zu treten – im eigenen Schauen, in den Gottesdiensten, in den begleitenden Veranstaltungen.

Leer werden und sich füllen lassen: Prof. Bunsen (1952 in Texas geboren und heute in Ammerbuch Breitenholz künstlerisch tätig) arbeitet mit Kräften, die einander entgegenstehen und zugleich aufeinander verweisen. Sein Ansatz ist radikal schlicht: Damit Neues entstehen kann, muss Bestehendes weichen (Kenosis).

Einige Gedanken zur Installation 'Leerwerden'

Alle Veranstaltungen der Installation 'Leerwerden'

Flyer zum Ausdruck mit allen Veranstaltungen der Installation 'Leerwerden'