Faire Gemeinde
Die ev. Gesamtkirchengemeinde Winnenden, die kath. Kirchengemeinden Winnenden, Leutenbach und Schwaikheim haben den ökumenischen Aktionskreis Faire Gemeinde gegründet. Wir wollen ein Zeichen setzen und in unserem Alltagshandeln verstärkt auf ökologische Aspekte und die Verwendung fair gehandelter Produkte achten. Wichtig ist auch zu erfahren, wie Firmen in ihren Entscheidungen und in ihrem Handeln ökologische Aspekte berücksichtigen.
Wir freuen uns, dass wir Sie zu einer Nachhaltigkeitsführung bei der Bio- Bäckerei Weber einladen können.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Unkostenbeitrag: 5,00 € (wird vor Ort eingesammelt)
Termin: Mittwoch, 21. Mai ; 16.30 Uhr  Dauer: ca 90 Minuten
Treffpunkt: Bio-Bäckerei Weber, Ringstr. 48, 71364 Winnenden
Anmeldung: Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Winnenden, Frau Hehner
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel. 07195 5892970
Anmeldeschluss: Montag, 12. Mai 2025

Die Winnender Zeitung schreibt am Donnerstag, 12. Dezember 2024:

Faires Frühstück

Faire Gemeinde

Als Kirchengemeinde wollen wir ein Zeichen setzen und in unserem Alltagshandeln verstärkt auf ökologische Aspekte und die Verwendung fair gehandelter Produkte achten.

St. Karl Borromäus als faire Gemeinde ausgezeichnet

Solardach auf der Kirche - CO2-Einsparung bis zum Jahre 2023: 480,6 t

Solardach auf dem Maximilian Kolbe Gemeindezentrum

Energiemanagement: LED-Lampen für die Kirche

Nachhaltigkeit
Foto: Rupert Kern

 

Ca. 20 Teilnehmer waren am 07. November der Einladung der „Fairen Kirchengemeinden“ in Winnenden und Umgebung gefolgt, das Weingut Häußer in Winnenden-Höfen zu besuchen. Zunächst ging es hinaus in die Weinberge, wo uns Carolin Golter in der Lage mit dem wunderbaren Namen „Himmelreich“ einige Merkmale des Ökologischen Weinbaus näher brachte. Das Weingut Häußer beschreitet den Weg eines nachhaltigen Weinanbaus bereits seit einigen Jahren und darf seit 2021 das EU-Label für ökologischen Weinanbau verwenden. Ökologischer Weinbau bedeutet dabei übrigens nicht nur, dass keine Herbizide (wie z.B. Glyphosat) mehr gespritzt werden, sondern auch, dass insgesamt versucht wird, die Belastungen für Böden, Luft und Arten so gering wie möglich zu halten. Das wird zum Beispiel auch dadurch erreicht, dass ein Teil der Rebflächen im Minimalschnitt-Verfahren bearbeitet wird. Das reduziert Fahrten zum Weinberg und durch die Rebstockreihen, was letztlich auch wieder weniger CO2-Ausstoß und geringere Bodenverdichtung bedeutet. Zudem sind die Beeren bei diesem Verfahren weniger prall und liegen weniger dicht beieinander, wodurch sie weniger anfällig für Fäule sind. Gespritzt wird nur noch mit den klassischen Mitteln Schwefel, Kupfer, Backpulver und Kalk. Das ist besser für die Umwelt, aber – und das ist, wenn man so will, die Kehrseite der Medaille: es muss öfter gespritzt werden, weil nach jedem Regen die Spritzmittel wieder von der Pflanze gewaschen sind.

 

Rechtzeitig bevor es dunkel und kalt wurde, verlagerte sich die Gruppe ins Weingut, wo bei einem leckeren Vesper und vorzüglichen Weinen noch weitere Gelegenheit zum Nachfragen und Fachsimpeln bestand. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ nicht gleichzusetzen sind mit Einschränkung und Verzicht: Hier konnte man ihn finden. Und vielleicht wäre es ja auch für jeden Einzelnen eine Überlegung wert, auch privat öfters mal ökologisch angebaute Weine zu genießen oder zu verschenken. Denn wenn Landwirte und Wengerter schon den mutigen Schritt gehen und ihren Betrieb auf „Öko“ umstellen, dann darf das ruhig auch seitens der Konsumenten belohnt werden. I

10.11.2024 Rainer Kozok