Etwas gebückt, aber oft unterwegs, so trafen wir H. Weidemann des Öfteren am Bahnhof Winnenden. Erst kürzlich stellten wir aber fest, dass wir ihn schon länger nicht mehr gesehen haben. Jetzt erhielten wir am Donnerstag, 23. Januar, die traurige Nachricht, dass er nach einer immer schwerer werdenden Krankheit verstorben ist.

Herr Weidemann unterrichtete 1977 – 2002 am Georg-Büchner-Gymnasium Religion und Geschichte und hat sich in unserer Kirchengemeinde vielfältig engagiert. Er leitete Wort-Gottes- Feiern, gestaltete Kindergottesdienste, bereitete Kreuzwegandachten vor, gründete und leitete Bibelkreise, organisierte Jahr für Jahr Gemeindeausflüge, Wallfahrten und Bildungsreisen, sang im Kirchenchor und in der Schola. Sein Rat und sein Wissen war in den Sitzungen des Kirchengemeinderates stets gefragt.

Für sein Wirken in unserer Gemeinde sind wir sehr dankbar und bitten Gott in unseren Gebeten, dass er ihn seine Herrlichkeit schauen lasse.

Weltgebetstag

Am ersten Freitag im März feierten im Paul-Schneider-Haus über 50 Teilnehmende den ökumenischen Weltgebetstag nach einer Liturgie, die Christinnen der Cook-Insel gestaltet haben, 16.000 km entfernt von uns im Pazifik.

Das Weltgebetstags-Team der Ökumenischen Kirchen Winnenden war in mehreren Vorbereitungstreffen darum bemüht, einen herzlichen Empfang mit Chai-Tee und einer farbenfrohen Dekoration, Einblick in die Welt der Cook-Inseln zu geben. Papierblumen wurden unter Anleitung von Erna Ullsperger (Katholischen Kirche) im Vorfeld gebastelt. Weitere Mitwirkende sorgten mit Kuchen und Tees für das leibliche Wohl beim gemütlichen Ausklang.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die biblische Zusage aus Psalm 139: „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.“ Diese Worte sind ein starkes Bekenntnis zur Würde jedes Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Lebensumstände. Sie ermutigen dazu, sich nicht nur als Geschöpf Gottes zu sehen, sondern auch Verantwortung für die Schöpfung und die Mitmenschen zu übernehmen. Hierbei auf Gottvertrauen und Zuversicht zu setzen.

Pastorin Elisabeth Kurz (EMK) informierte anhand wunderschöner Fotos, dass die Cook-Inseln für ihre traumhaften Strände, ihre bunte Unterwasserwelt und die herzliche Kultur bekannt sind. Aber auch darüber, mit welchen Herausforderungen die Menschen in diesem Tropenparadies kämpfen. Während auf den ersten Blick die Natur unberührt erscheint, machen sich die Folgen des Klimawandels und der Umweltbelastungen immer stärker bemerkbar. Regina Winkler (Evangelische Kirche) erklärte, wie der steigende Meeresspiegel und die Müllentsorgung über das Meer das fragile Ökosystem und damit die Lebensgrundlage der Bewohner dort bedrohen. Eine große Bedrohung ist auch der von der Regierung angestrebte Tiefseebergbau.

Der Weltgebetstag ruft dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern sich solidarisch zu zeigen und die Anliegen der Menschen auf den Cook-Inseln mitzutragen. Was die Gottesdienstbesucher mit einer Kollekte in Höhe von 410,82 EUR bestätigten.

Ein herzliches Dankeschön für das gute und ermutigende Miteinander und besonders an alle, die in irgendeiner Form zu diesem schönen gemeinsamen Abend beigetragen haben! Jede hat ihre Begabung gezeigt und sich dort eingesetzt, wo sie es konnte. Ob es beim Vortragen, am Klavier, bei der Technik, beim Basteln oder Deko des Raumes war, beim Teekochen, beim Backen und Aufräumen: es hat alles ganz wunderbar geklappt.

Irene Erbe

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TodGlücklich

 Berührende Texte und Musik in einem „besonderen Gottesdienst“ in der Borromäuskirche Winnenden.

Eine Bestatterin, eine Geigerin und eine Akkordeonistin gestalteten einen Konzertabend zum gesellschaftlichen Tabuthema „Tod“ in der Winnender St. Karl Borromäuskirche. „Der Tod gehört zu unserem Leben und er ist unausweichlich“, konstatiert Pastoralreferentin Maria Lerke in ihrer Hinführung zur Konzertlesung mit dem Titel „Todglücklich“. Sie umrahmt den Abend liturgisch und macht ihn so gleichzeitig zu einem ganz besonderen Gottesdienst.
 
Trauer hat viele Gesichter:
Von Verzweiflung bis Humor Ute Züfle lädt mit ihren Texten, die sie aus ihren beruflichen Erfahrungen als Bestatterin und aus ihrer früheren Tätigkeit als Krankenschwester zusammengetragen hat, den Zuhörer ein sich näher mit dem Tod in all seinen Facetten zu beschäftigen: Mal traurig, melancholisch, zwischendurch humorvoll und sarkastisch, aber auch tröstend, Mut-machend und hoffnungsvoll. Akkordeonistin Janina Rüger-Aamot und die Geigerin Judith Calvelli-Adorno geben mit ihren mal kraftvolleren, mal ruhigeren Klängen dem Publikum die Möglichkeit das Gesagte über das Wort hinaus zu vertiefen und nachwirken zu lassen. Das Konzertprogramm der drei Frauen will, „dass das Thema Tod enttabuisiert und Hoffnung sowie Lebensmut“ gefördert wird, wie sie auf ihrem Internetauftritt schreiben – eben auch „todglücklich“ machen soll.
Trauer habe viele Gesichter. Dabei müsse sich „niemand stark machen“, so die Bestatterin. Manch ein Hinterbliebener habe das Bedürfnis zu reden, andere neigen zur Verdrängung, wollen sich der Tatsache, dass ein Angehöriger gestorben ist, „wie ein Kind“, das mit seinen Füßen stampfe, widersetzen. Wieder andere würden sich auch mit Sarkasmus behelfen: „Sie hat sich vom Acker gemacht“ oder „Damit hat er nicht gerechnet.“ Diese Worte hätte sie schon auf Kranzschleifen auf Trauerbestecken gelesen, letzterer auf einer Beerdigung eines Mathelehrers. Der Tod eines Angehörigen sei immer eine Ausnahmesituation: „Ich bin alleine“ oder „einfach alles scheiße“ seien Aussagen, die sie von trauernden Angehörigen gesagt bekommen hat.
 
Papst Leo XIV.

 

Die rasche Wahl des neuen Papstes Leo XIV. hat uns als Kirchengemeinde sehr erfreut. Er hat viele Jahre seiner beruflichen Tätigkeit in Lateinamerika verbracht, war lange in Peru und kennt deshalb die Situation dort sehr gut. Gleichzeitig war er Vorsitzender des Dikasteriums der Bischöfe, also der Personalabteilung des Vatikans, und kennt auch viele Bischöfe gut.

Am 18. Mai wurde der neue Papst in Rom in sein neues Amt eingeführt. In Winnenden haben aus diesem Anlass 15 Minuten lang alle Glocken geläutet, im Gottesdienst haben wir u.a. folgende Bitte ausgesprochen: „Gott, unser Vater, schenke ihm Weisheit, Vertrauen und Großmut für seinen Dienst und hilf ihm, sein Amt so zu führen, dass es der Einheit der Kirche und dem Frieden unter den Völkern dient“.

Dazu wünschen wir ihm Gottes Segen!

Sommerfest

 

Strahlend blauer Himmel, doch auf dem Kirchvorplatz ist am Tag des alljährlichen Sommerfestes unserer Kirchengemeinde St. Karl Borromäus nichts los? Aufgrund der außergewöhnlich heißen Temperaturen fand das Fest in diesem Jahr im angenehm temperierten Gemeindesaal unter der Kirche statt. Schon am frühen Morgen machte sich das Zeltlager-Team an die Küchenarbeit heran. Zusammen mit dem Hausmeisterehepaar, den beiden Pfarramtssekretärinnen und Helferinnen und Helfern der Kirchengemeinde wurden zudem die Tische mit Blumenschmuck dekoriert, das Kuchenbüffet errichtet und Kaffee gekocht. Währenddessen feierte die Gemeinde oben in der Kirche die heilige Messe, die feierlich vom Kirchenchor begleitet wurde. Eines von vielen musikalischen Highlights war die Darbietung von John Rutters „The Lord bless you and keep you“.

Orientalische Tanzgruppe von Raihana bringt Festbesucher gedanklich nach Nubien und Ägypten

Die Festbesucher konnten sich nach dem Gottesdienst im Saal unter der Kirche bei Bratwürsten, Schnitzel, Maultaschen und Kartoffelsalat stärken und ein erfrischendes Getränk genießen. Für zusätzliche Abkühlung sorgte das von den Zeltlagerteam verkaufte Eis am Stiel beziehungsweise das Wassereis. Musikalisch ging es nach dem Mittagessen weiter. Die Kindergartenkinder des St. Martinkindergartens in Winnenden machten die Liebe Gottes zu den Menschen in Liedern wie „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ spürbar. Ein weiteres Highlight für Kinder: Die Malteser schminkten ihnen bunte Wunden. Derweil entführte die orientalische Tanzgruppe von Raihana alias Andrea Luikh Jung und Alt gedanklich nach Nubien, Ägypten und in andere Teile Afrikas. Auch der orientalische Stocktanz der Frauengruppe begeisterte das Publikum.

Mitmachtänze mit Barbara Sütterle-Matschenz und einer Line-Dance-Gruppe

Ein weiterer Programmpunkt waren die Mitmachtänze von Barbara Sütterle-Matschenz, die die ganzjährige Folkloretanzgruppe im Saal unter der Kirche leitet. Frauen – ob jung oder junggeblieben – tanzten unter anderem zu griechischer Musik (Männer wollten keine mitmachen). Sütterle-Matschenz zeigte den Tänzerinnen zudem einen „Regentanz“, der wohl seine Wirkung erzielte, denn in der darauffolgenden Nacht zog ein Gewitter über Winnenden. Mittanzen hieß es schließlich auch beim beindruckenden Auftritt der Line-Dance-Gruppe unter der Leitung von Frau Mittorp.

Wir möchten allen herzlich Danke sagen, die durch ihr großes Engagement zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben.

Kevin O‘Brien