Filderwindsymphonie
Dirigent Dominik Wagner dirigiert sein Auswahlorchester Filder Wind Symphony
Foto: Ralf Göltenbodt
Die Filder Wind Symphony zu Gast in St. Karl Borromäus  -
ein Benefizkonzert für die Stadtkirchensanierung St. Bernhard
 
Zuvörderst ein Lob für diese organisatorische Meisterleistung und den „Brückenbauer“ Bernd Hellerich. Zum dritten Mal holte er das Auswahlorchester „Filder Wind Symphony“ nach Winnenden und verhalf der Stiftung Stadtkirche St. Bernhard zu einem Spendenvolumen von über 4.500 Euro am Sonntagabend. Der Vorsitzende der Stiftung, Roland Dörr, zeigte sich höchst erfreut über die Spendengelder und Heike Bosien, geschäftsführende Pfarrerin der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, sieht die Marke der Spendensumme von einer Million Euro für eines der Wahrzeichen Winnendens nicht mehr weit entfernt. Die Vorhersage des Gastgebers der katholischen Kirchengemeinde, Rupert Kern, zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ist eingetreten. Ökumene steht in diesem Fall für Beziehung und Benefiz.
 
Stiftungsrat Ralf Göltenbodt fasst das Brillantfeuerwerk der sinfonischen Blasmusik zusammen.
Mit „Signature“ hätte kein besserer Auftakt gefunden werden können. Diese festliche Fanfare entzündet ein Feuerwerk des bläserischen Könnens an den Trompeten und Waldhörnern. Der belgische Komponist Jan van der Roost untermalt dies mit schönen Holzbläserkantilenen, die in emotional melodischen Linien das Entfachte vorantreiben.
Im Kontrast dazu steht eine sinfonische Dichtung des Dirigenten Dominik Wagner. Winnenden wird zum Ort der Uraufführung. Ausgehend von dem Volkslied „Wo‘s Dörflein traut“ zeichnet Wagner Melodien, die reichlich mit Elementen aus Folklore und Jazz garniert sind. Er dirigiert mit Dezenz und Empathie das Werk, stellt es in den Mittelpunkt des Konzerts und spätestens im Flügelhorn-Solo erkennt man seine glühende Leidenschaft zur Blasmusik. Noch markanter erscheinen die Klangfarben und rhythmischen Möglichkeiten in einem Solokonzert für Euphonium. Samuel Brenner ist Student bei Klemens Vetter am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg und reizt alle technischen Raffinessen des Instruments hinsichtlich Tonumfang und zirzensisch anmutender Tempi aus. Das Publikum quittiert mit Bravo-Rufen. Die Virtuosität einzelner Instrumentalisten tritt noch einmal in der 6. Sinfonie von James Barnes in den Vordergrund. Die Freude des Dirigenten wird in seiner Gestik und Mimik sichtbar, quicklebendig und mitunter lausbubenhaft manövriert Dominik Wagner das 60-köpfige Orchester mit Emotion und Energie zum Finale.
Die weit über 400 Zuhörer dankten mit „Standing Ovations“. Und nicht nur das. Filder Wind Symphony kommt im nächsten Jahr wieder.
Winnenden, 9. März 2026 - Ralf Göltenbodt
Kreisputzete
Zahlreiche Teilnehmer des Ukrainecafès, Personen aus Afghanistan, aus Togo und aus der Türkei säuberten im Rahmen der Putzaktion des Kreises am vergangenen Samstag, 14. März 2026, mit großem Elan Straßen und Plätze rund die Borromäuskirche.
 
Die verschiedenen Sprachen waren kein Problem, auch das Regenwetter bildete kein Hindernis. Alle waren entsprechend ausgerüstet. Die Straßen waren rasch gereinigt, aber viele fleißige Hände waren nötig, um hunderte von Zigarettenkippen aus den Ritzen zwischen den Bodenplatten unterhalb vom Schwaikheimer Torturm herauszuklauben. Auch unter den Bäumen in der Fußgängerzone fanden sich haufenweise giftige Zigarettenkippen. Einige Abfallsäcke konnten gefüllt werden – der große Wunsch kam bei allen Beteiligten immer wieder zur Sprache: Leute, entsorgt doch Euer Müll in den bereit gestellten Behältern.  
 
Krönender Abschluss war das gemeinsame Mittagessen. Alle hatten landesspezifische Köstlichkeiten mitgebracht. 
16.3.2026 - Rupert Kern
Ukraine Dankesbrief
Übersetzerin: Hanna Striukova  Foto: Rupert Kern
Begonnen haben wir am 22. Juli 2022. Seither haben wir uns 131 mal Freitag für Freitag getroffen, geredet, gespielt, gesungen, gebastelt, Informationen eingeholt, weitergebildet und Kaffee getrunken. Helferinnen und Helfer aus der evangelischen, evangelisch-methodistischen und katholischen Kirchengemeinde haben viele Kuchen gebacken, die Tische gedeckt, Kaffee gekocht und am Schluss die Gedecke gespült und alles aufgeräumt.
 
Diese vielfältigen Treffen, verbunden mit zahlreichen Aktionen (z.B. Teilnahme an der Putzete, große Sammelaktion für medizinische Einrichtungen in der Ukraine, Andacht mit Orgelmusik) haben uns zusammengeführt und sind nun Grundlage für eine herzliche Gemeinschaft.
 
Grund genug, am 25.7.2025 diese drei Jahre zu feiern. Von den Ukrainern wurden wir zu diesem Kaffee herzlich eingeladen. Dieses Mal durften wir keine Kuchen mitbringen, sie selbst verwöhnten uns mit zahlreichen Spezialitäten, die in der Ukraine gerne verzehrt werden. Nina sprach herzliche Dankesworte – an das Team und an die Stadt, vertreten durch Frau Heinzelmann. Mit sehr schön gespielten Klavierstücken (Claude Debussy, Franz List, O.Izuk wurden wir von Palina vortrefflich unterhalten, zum Abschluss sang Valeriia einige ukrainische und italienische Lieder mit gewohntem Temperament. Den Abschluss bildete wie immer das Gebet in der Kirche St. Karl Borromäus, das die Dankbarkeit für die Gemeinschaft, die Sorgen um die Menschen in der Ukraine und die Bitte um Gottes Hilfe zum Ausdruck brachte.
 
Nach den Sommerferien treffen wir uns wieder am Freitag 12. September 2025 im Saal unter der Kirche St. Karl Borromäus.
 
Rupert Kern
Ukraine Dankesbrief
Foto: Rupert Kern
 
Dieser Dankesbrief richtet sich an unsere deutschen Freunde von der St. Karl Borromäus Kirche unter der Leitung von Rupert Kern. Dank lhnen finden unsere Treffen im ukrainischen Cafe statt. Wir sind sehr dankbar für lhre Fürsorge, Aufmerksamkeit und Hilfe. Wir sind alle sicher, dass Sie von Gott selbst zu uns gesandt wurden. Wir haben hier Gemütlichkeit, Wärme, Liebe und Verständnis gefunden. Ehre und Lob sei dem Herrn, unserem Gott in Ewigkeit!
 
Diese Treffen am Freitag finden dank Ihres offenen Herzens für uns, für die Ukrainer, statt. Jetzt haben viele Menschen Arbeit gefunden, sind in andere Städte und Länder gezogen, einige besuchen Sprachkurse und immer weniger Menschen kommen zu den Treffen. Wir werden vielleicht nach dem Krieg alle in unsere Städte und Häuser zurückkehren, und wir werden diese Erinnerungen mit uns nehmen, und unsere Dankbarkeit wird bei lhnen bleiben.
 
Also beschlossen wir, eine symbolische Erinnerung an uns auf einem Rushnyk mit ukrainischer Stickerei zu hinterlassen. Diese Rushnyk symbolisiert die Güte, Liebe und Großzügigkeit des ukrainischen Volkes. Auf ihr stehen die Vor- und Nachnamen all derer, die an unseren Treffen teilgenommen und ihre Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht haben! Es soll eine kleine Erinnerung an uns sein! Das schöne handgezeichnete Bild, von unserer lrochka Klimenko erinnert an unsere Ukraine.
 
Wenn der Krieg vorbei ist, werden wir uns freuen, Sie in der Ukraine mit der gleichen Liebe und Wärme zu treffen. Wir wünschen allen Gutes, Wohlstand, Erfolg in allem und Gesundheit!
 
Ukraine Dankesbrief
Foto: Rupert Kern
Rupert Kern