Ingrid Schmidt
Die Kirchengemeinde St. Karl Borromäus trauert um Ingrid Schmidt.
 
Sie war sehr stark in unserer Kirchengemeinde aktiv. Mehr als 25 Jahre war sie Mitglied im Kirchengemeinderat. Sie war im Verwaltungsausschuss und setzte sich bei der Renovierung der katholischen Kirche dafür ein, dass auf der Südseite endlich die geplanten Fenster eingebaut wurden. Damals ist sie sogar als Bettelpredigerin unterwegs gewesen!
 
Als Schriftführerin im KGR schrieb sie mit Begeisterung die Protokolle. Frau Lerke kann sich noch daran erinnern, wie sie sich mit ihrer ruhigen aber bestimmten Art für die vielen Belange der Kirchenmitglieder einbrachte. Sie selbst stellte sich nie in den Vordergrund.
 
Sie hat nicht nur in theologischen Bereichen mitdiskutiert, sie war auch immer da, wenn Hilfe benötigt wurde. Ob im Pfarrbüro als Urlaubsvertretung, oder beim Kollekte Zählen, oder in der Vorbereitung der Erstkommunionkinder oder Firmlinge ,... Ingrid hat auch regelmäßig ältere Menschen zum Geburtstag besucht; sie hat bei Gemeindefesten geholfen, bei der KAB und im Orgelbauförderverein war sie aktives Mitglied. Später hat sie sich auch in der Seniorenarbeit eingebracht, hat bei den Weihnachtsfeiern und anderen Festen geholfen und ging selber in die Seniorengymnastikgruppe.
 
Nicht zu vergessen: Sie hat jahrelang zusammen mit ihrem Hans mit viel Begeisterung im Kirchenchor gesungen – mit voller Stimme aus ganzem Herzen zur Ehre Gottes.
 
Für Ihren Einsatz sind wir sehr dankbar. Sie hat fest geglaubt und auf Gott vertraut. Möge er Ihr nun den ewigen Frieden schenken.
Filderwindsymphonie
Dirigent Dominik Wagner dirigiert sein Auswahlorchester Filder Wind Symphony
Foto: Ralf Göltenbodt
Die Filder Wind Symphony zu Gast in St. Karl Borromäus  -
ein Benefizkonzert für die Stadtkirchensanierung St. Bernhard
 
Zuvörderst ein Lob für diese organisatorische Meisterleistung und den „Brückenbauer“ Bernd Hellerich. Zum dritten Mal holte er das Auswahlorchester „Filder Wind Symphony“ nach Winnenden und verhalf der Stiftung Stadtkirche St. Bernhard zu einem Spendenvolumen von über 4.500 Euro am Sonntagabend. Der Vorsitzende der Stiftung, Roland Dörr, zeigte sich höchst erfreut über die Spendengelder und Heike Bosien, geschäftsführende Pfarrerin der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, sieht die Marke der Spendensumme von einer Million Euro für eines der Wahrzeichen Winnendens nicht mehr weit entfernt. Die Vorhersage des Gastgebers der katholischen Kirchengemeinde, Rupert Kern, zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ist eingetreten. Ökumene steht in diesem Fall für Beziehung und Benefiz.
 
Stiftungsrat Ralf Göltenbodt fasst das Brillantfeuerwerk der sinfonischen Blasmusik zusammen.
Mit „Signature“ hätte kein besserer Auftakt gefunden werden können. Diese festliche Fanfare entzündet ein Feuerwerk des bläserischen Könnens an den Trompeten und Waldhörnern. Der belgische Komponist Jan van der Roost untermalt dies mit schönen Holzbläserkantilenen, die in emotional melodischen Linien das Entfachte vorantreiben.
Im Kontrast dazu steht eine sinfonische Dichtung des Dirigenten Dominik Wagner. Winnenden wird zum Ort der Uraufführung. Ausgehend von dem Volkslied „Wo‘s Dörflein traut“ zeichnet Wagner Melodien, die reichlich mit Elementen aus Folklore und Jazz garniert sind. Er dirigiert mit Dezenz und Empathie das Werk, stellt es in den Mittelpunkt des Konzerts und spätestens im Flügelhorn-Solo erkennt man seine glühende Leidenschaft zur Blasmusik. Noch markanter erscheinen die Klangfarben und rhythmischen Möglichkeiten in einem Solokonzert für Euphonium. Samuel Brenner ist Student bei Klemens Vetter am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg und reizt alle technischen Raffinessen des Instruments hinsichtlich Tonumfang und zirzensisch anmutender Tempi aus. Das Publikum quittiert mit Bravo-Rufen. Die Virtuosität einzelner Instrumentalisten tritt noch einmal in der 6. Sinfonie von James Barnes in den Vordergrund. Die Freude des Dirigenten wird in seiner Gestik und Mimik sichtbar, quicklebendig und mitunter lausbubenhaft manövriert Dominik Wagner das 60-köpfige Orchester mit Emotion und Energie zum Finale.
Die weit über 400 Zuhörer dankten mit „Standing Ovations“. Und nicht nur das. Filder Wind Symphony kommt im nächsten Jahr wieder.
Winnenden, 9. März 2026 - Ralf Göltenbodt
Kreisputzete
Zahlreiche Teilnehmer des Ukrainecafès, Personen aus Afghanistan, aus Togo und aus der Türkei säuberten im Rahmen der Putzaktion des Kreises am vergangenen Samstag, 14. März 2026, mit großem Elan Straßen und Plätze rund die Borromäuskirche.
 
Die verschiedenen Sprachen waren kein Problem, auch das Regenwetter bildete kein Hindernis. Alle waren entsprechend ausgerüstet. Die Straßen waren rasch gereinigt, aber viele fleißige Hände waren nötig, um hunderte von Zigarettenkippen aus den Ritzen zwischen den Bodenplatten unterhalb vom Schwaikheimer Torturm herauszuklauben. Auch unter den Bäumen in der Fußgängerzone fanden sich haufenweise giftige Zigarettenkippen. Einige Abfallsäcke konnten gefüllt werden – der große Wunsch kam bei allen Beteiligten immer wieder zur Sprache: Leute, entsorgt doch Euer Müll in den bereit gestellten Behältern.  
 
Krönender Abschluss war das gemeinsame Mittagessen. Alle hatten landesspezifische Köstlichkeiten mitgebracht. 
16.3.2026 - Rupert Kern
Installation Leerwerden
Foto: Frederick Bunsen

Nun ist sie Vergangenheit: Die Installation von Frederick Bunsen zum Thema "Leerwerden". Ein schweres (an ein Segeltau oder an eine Nabelschnur erinnerndes) Seil war am Anfang des Altarraumes quer durch den Kirchenraum gespannt, in der Mitte war der Holm einer alten Leiter festgebunden. Darunter befand sich ein zum Altar aufsteigendes Feld aus Asche, startend bei der Aschesäule zu Beginn der Stufen. Die Installation oszillierte zwischen den Polen Grenze und Entgrenzung, Spannung und Entspannung, Vergänglichkeit und Neuwerdung, Loslassen und Beschenkt werden. Die Betrachtenden waren – ganz im Sinne des christlichen Konzeptes der kenosis( griechisch: Leerwerden, Entäußern) – eingeladen, sich beim kontemplativen Schauen selbst leer zu machen und so Raum für neue Gedanken, Inspirationen, Hoffnungen und für Gottes Gnade zu schaffen.

Die Installation wurde am 20. März um 19.00 Uhr in der Kirche St. Karl Borromäus eröffnet. Impulse, Gedanken und entsprechende musikalische Resonanzen (Esther Esch, Blockflöte; Peter Kranefoed, Orgel) der verschiedenen Veranstaltungen luden uns ein, zur Ruhe zu kommen, von der Hektik des Tages abzuschalten und sich den eigenen Gedanken hinzugeben. LEERWERDEN öffnete einen Raum, um loszulassen, Verlust und Vergänglichkeit zu betrachten, der Leere nachzuspüren – und sich für Neues zu öffnen. Die Installation ermutigte, weiterzugehen, auch in Zeiten der Krise.

Die Installation in der Kirche war bis zum Morgen des Ostersonntags (5. April) frei zugänglich. Den Abschluss dieser Installation feierten wir am Ostersonntag mit dem festlichen Hochamt. Bis dahin fanden weitere Veranstaltungen statt.

Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, in einen persönlichen Dialog zu treten – im eigenen Schauen, in den Gottesdiensten, in den begleitenden Veranstaltungen.

Leer werden und sich füllen lassen: Prof. Bunsen (1952 in Texas geboren und heute in Ammerbuch Breitenholz künstlerisch tätig) arbeitet mit Kräften, die einander entgegenstehen und zugleich aufeinander verweisen. Sein Ansatz ist radikal schlicht: Damit Neues entstehen kann, muss Bestehendes weichen (Kenosis).

Einige Gedanken zur Installation 'Leerwerden'

Alle Veranstaltungen der Installation 'Leerwerden'

Flyer zum Ausdruck mit allen Veranstaltungen der Installation 'Leerwerden'